Willkommen

1. January 2011

Wie leben beispielsweise die Kühe, die unsere Milch liefern? Die Antwort auf die Fragen war ein Grund für unsere Stiftung. Wir wollen Kühen und Ziegen ein Stück Würde zurückgeben und ein Bewusstsein schaffen, daß es auch anders geht. Bei Landwirten, aber auch bei Verbrauchern. Auf dem Geissenhof des Mitstifters im Südschwarzwald erhalten einige Tiere das Gnadenbrot. Neben 2 Hinterwälder Kühen gibt es eine kleine Herde Schwarzwaldziegen.

Um Alternativen zur modernen Rinderhaltung aufzuzeigen, informieren wir über neue Verfahren wie muttergebundene Kälberaufzucht oder Kugelschuss auf der Weide . Außerdem vermittelt die Stiftung Tierpatenschaften für Gnadenbrottiere befreundeter Höfe.

Allzeit aktuelle und interessante Informationen bieten wir auf unserer facebook Seite.


Stellenausschreibung

19. October 2012

Wir sind eine ganz junge und kleine Tierschutzstiftung angegliedert an einen Bioland Bergbauernhof im Südschwarzwald.

Für Öffentlichkeitsarbeit, Recherchen in Sachen artgerechter Kuh- und Ziegenhaltung und Mithilfe auf dem Hof suchen wir eine/n Praktikant/In ab März/April 2013.

Umwandlung in eine 1-Jahres-Stelle ab August (evtl. früher) möglich, als Bundesfreiwilligendienst (falls Bewerber < 27 J.)

Zusätzlich kann dann eine Beschäftigung als Saisonarbeitskraft auf dem Bioland Betrieb angeboten werden.

Wie gut ist Bio wirklich? Ein sinnvolle Diskussion

23. September 2012

Unsere Position zur Debatte „Wie gut Bio wirklich ist?“

Falsche Vorwürfe oder Anzeichen eines Systemfehlers?

Auf die Veröffentlichung skandalöser Tierhaltung einiger Biobetriebe reagieren die Bioverbände weitestgehend beschwichtigend.

Wir fordern zu den konkreten Einzelfällen:
Betrieben, die nachweislich und z.B. durch Filmmaterial der Organisation Die Tierfreunde e.V. zeitnah (d.h. in 2012) belegt gegen die EU-Bio VO bzw. Verbandsrichtlinien verstossen haben, ist sofort das Bio Label abzuerkennen.
Bis geklärt ist, ob die zuständige (angeblich unabhängige) Kontrollstelle hier systematisch zu wenig geprüft oder bewusst verschleiert hat, ist eine 2. Kontrollstelle hinzuzuziehen. Der BÖWL möge Biopark auffordern seinen Geschäftsführer Gottfried Marth zu entlassen, sollte sich bewahrheiten, daß er öffentlich gelogen hat. (1)

Die Bioverbände sollen ihren Mitgliedsbetrieben empfehlen, die Betriebe grundsätzlich für Presse und Tierschutzorganisationen zugänglich zu machen. 90% aller Biobetriebe haben überhaupt nichts zu verbergen und können zurecht stolz auf ihre Leistungen in Sachen Tier- Umwelt- und Naturschutz sein.

Der Dachverband der Bioverbände BÖWL schreibt von „bedauerliche Einzelfälle“ (2) und verweist auf die positiven Aspekte des Bioanbaus.

„Die artgerechte Tierhaltung ist im Ökolandbau ein zentrales Anliegen.“
Es wird verschwiegen, daß es eine artgerechte Tierhaltung überhaupt nicht gibt, sondern artgerecht wäre nur eine Wildtierhaltung in von Menschen unberührter Natur. Inwieweit sich die Bioverbände in ihren Richtlinien an diesem Ideal orientieren, wäre zu untersuchen, besondern in Bezug auf Bestandsobergrenzen.

Trotz grösseren Platzangebotes kommt es bisweilen zu systeminduzierten Problemen, die sich verschlimmern, da medikamentöse Behandlungen zum eine finanzielle Einbusse bedeuten können (Verlust des Biostatus). Zum anderen besteht bei Betriebsleitern oft eine unterschwellige Skepsis gegenüber Antibiotika, es folgen Unterdosierung und Resistenzbildung besonders bei Milchkuhbetrieben.

Einige Verbandsrichtlinien hingegen sind so streng, daß wirksame Medikamente gar nicht erlaubt sind, so daß der Betriebsleiter entweder heimlich gegen die Richtlinie verstossen oder den Verlust von Tieren in Kauf nehmen muss. (3)

Als weiteres Argument für die besseren Verbandsrichtlinien wird behauptet: „Schmerzhafte Eingriffe, wie das Kürzen von Schweineschwänzen, sind verboten.“ Richtig ist, daß die wichtigsten Bioverbände z.B. das Enthornen von Kühen/Kälbern nicht explizit verbieten. (4)

Auch auf ökologische Aspekte wird verwiesen:
„Der „Verzicht auf mineralische Dünger und synthetische Pflanzenschutzmittel vermindert den Energieverbrauch und zugleich die Emission klimaschädlicher Gase.“ Das ist hinsichtlich Lachgasemission sicher korrekt. Inwiefern es aber ökologischen und tierethischen Gesichtspunkten widerspricht, wenn zahllose Hilfs- und Betriebsstoffe aus konventioneller Herkunft erlaubt sind?

Ein paar Beispiele:
Kupfereinsatz (bis 3 kg /ha erlaubt)
Einsatz von Hornprodukten (Späne/Griess/Mehle) meist aus Asien/Afrika importiert aus herkömmlichen Schlachtabfällen (jedoch thermisch behandelt)
Einsatz von Bioilsa (überwiedend Federmehle aus konventionellen Massenschlachthöfen für Geflügel im Ausland)

Insbesondere Veganer, die auf tierische Produkte verzichten wollen, werden wohl selten über „tierische“ Hilfsstoffe bei der Biogemüseerzeugung informiert.

Fazit: Auch Bioprodukte von Verbandsbetrieben sind keinesfalls eine Garantie für „Premium“-Bio, wie es gerne behauptet wird.

Inwieweit Betriebe über die vorhandenen Richtlinien hinaus, tierschutzgerecht und ökologisch handeln bleibt in der Verantwortung der jeweiligen Betriebe. Es kann somit durchaus sein, daß ein kleiner Bio Direktvermarkter im Schwarzwald, der sich „nur“ EU-Bio zertifizieren lässt, in Sachen Tier- Umwelt- und Naturschutz grossen Verbandsbetrieben, die z.B. für Discounter zu Spottpreisen produzieren müssen/wollen, weit überlegen ist.

Als Konsequenz der Debatte wäre zu begrüssen, wenn zusätzlich zu den Verbandkriterien ein zusätzliches Label „Tierschutz / bäuerliche Landwirtschaft“ geschaffen wird. Dieses Label garantiert echtes „Premium BIO“

Voraussetzung sind z.B. Bestandsobergrenzen für einzelne Tierarten, aber auch Höchstgrenzen für die Betriebsfläche. Ansätze hierzu liefern der Deutsche Tierschutzbund mit seinem Premium Tierschutzlabel und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) mit deren Forderung „Bauernhof-Bio statt Agrarindustrie-Bio“

Stiftung Lebenshof Ziege-Kuh-Mensch
Andreas Fendt (Stiftungsvorstand) 23.9.2012

 

(1) Aus der Sendungsprotokoll zur ARD Sendung FAKT vom 18.9.2012 „Die betroffenen Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern kritisieren die Berichterstattung. Sie erklären, das Bildmaterial stamme nicht von ihren Höfen, sei womöglich manipuliert worden. Auch der Verband Biopark, der deren Bio-Produkte zertifiziert, sieht keinen Grund, zu handeln. Geschäftsführer Gottfried Marth erklärt in FAKT, die Bilder ungesunder Hühner aus einer Legehennenhaltung vom Mai 2012 seien nicht aktuell und deshalb für ihn nicht relevant.“ Im weiteren Verlauf der Sendung wird belegt (GPS Daten / Filmen einer Tageszeitung), daß es sich um die betreffenden Betriebe handelt und es aktuelle Aufnahmen sind.

(2) Scheiben der BÖWL Wie gut Bio wirklich ist – Die Fakten zur öffentlichen Debatte vom 18.9.2010

(3) Im eigenen Biolandbetrieb waren die erlaubten Medikamente (Antibiotika) gegen Kokzidien bei Ziegenlämmern wirkungslos. Erst nachdem einige Zicklein gestorben sind, haben wir unerlaubterweise Sulfonamide eingesetzt, alle weiteren erkrankten Zicklein konnten gerettet werden.

(4) Demeter-Richtlinien „Das Enthornen von Tieren ist nicht zugelassen. Enthornte Tiere dürfen nicht gehalten werden. Ausnahmen sind im Einzelfall möglich.
Bioland Richtlinien: „Die Haltungssysteme für Wiederkäuer sollen so entwickelt werden, dass von einer Enthornung abgesehen werden kann. Wenn enthornt wird, ist dafür zu sorgen, dass eine angemessene Schmerzausschaltung stattfindet.“
Naturland Richtlinien: „Die Enthornung der Tiere wird nicht empfohlen. Sie kann jedoch für den einzelnen Betrieb aus Gründen des Unfallschutzes vertretbar sein.“

Stiftung Lebenshof Ziege-Kuh-Mensch beteiligt sich an der Alpe Sonnhalde

1. April 2012

Grundsätzlich unterliegt die gemeinnützige Stiftung dem Ewigkeitsgedanken. Aus diesem Grund werden die laufenden Ausgaben aus den Erträgen des Stiftungskapitals getätigt, das Grundvermögen selbst bleibt unangetastet. Auch wenn eine Stiftung satzungsgemäß gemeinnützig wirkt, gibt es keine Regeln oder Kriterien, wie die Einnahmen einer Stiftung zustande kommen. Eine Stiftung wird ihr Vermögen mit möglichst hoher Rendite anlegen, um möglichst viele Mittel für die Stiftungszwecke zur Verfügung zu haben.

Hohe Erträge aus Kapitalvermögen sind aber nicht unbedingt durch Realwirtschaft abgedeckt und stammen eher aus Anlageformen, deren Strukturen der Gemeinnützigkeit meist widersprechen. Salopp könnte man formulieren: aus möglichst hohen Erträgen aus „schmutzigen“ Kapitalgeschäften wird viel „Gutes getan“.

Mit diesem Hintergrund hat sich unsere Stiftung entschieden, einen kleinen Teil des Grundvermögens in eine Anlageform zu investieren, die selbst nachhaltig und auch satzungskonform, bzw. gemeinnützig ist.

Der Verein zur Erhaltung der Allgäuer Kulturlandschaft e.V. besteht seit 1993, ist gemeinnützig anerkannt und Besitzer einer biologisch bewirtschaften Sennalpe im Allgäu. Zur Finanzierung dieser Immobilie gibt es Beteiligungen, deren Erträge in realem Käse ausgeschüttet wird. Die Produktion dieses Käses ist nachhaltig und unter Einhaltung auch der Ziele unserer Stiftung laut Satzung möglich.

Durch Verkauf dieses Käseertrages kann unsere Stiftung sogar inflationsbereinigte Einnahmen erzielen (im Gegensatz zum Rest unseres Grundstockes, der als Festgeld angelegt ist, d.h. der Ertrag von 4% reduziert sich um die Preissteigerung), da der biologische Sennkäse zum jeweiligen Marktpreis (also inflationsbereinigt) verkauft werden kann.

Freundschaftliche Beziehungen zwischen dem Pächter, bzw. Gründer des Vereins Jakl Köhler und unserem Vorstand Andreas Fendt (Mitglied im Verein und auch zeitweise dort im Vorstand) bestehen seit nunmehr 20 Jahren.

erste Aktivität

18. December 2011

schon kurz nach der Gründung ist unsere Stiftung aktiv:

wir beteiligen uns an der Herausgabe eines Fachbuches für Krankheiten von Ziegen, Zwergziegen und Schafen.

Die Forschungsstation für Ziegenartige von Marianne Brunner in der Schweiz bringt mit dem Veterinär Dr. med. vet. Siegfried Graf ein medizinisches Fachbuch heraus.

Da tiefgreifendes medizinisches Wissen über Ziegen gerade bei Tierärzten, aber auch bei Ziegenhaltern oft fehlt, erhoffen wir uns hiermit einen Beitrag leisten, damit in Zukunft mehr Ziegen optimal gehalten werden und im Krankheitsfall auch optimal versorgt werden, was eine fehlerfreie Diagnostik voraussetzt.

Es ist erfreulich, daß unsere Stiftung im Buch als Sponsor erwähnt wird, so daß auch unser Bekanntheitsgrad steigt.

Die Ausgabe wurde über eine zweckgebundene Spende des Mitstifters Andreas Fendt finanziert.

Weitere Infos zum Fachbuch finden Sie bei FORSCHUNGSSTATION FÜR ZIEGEN UND ZWERGZIEGEN

Spenden willkommen!

25. November 2011

Mit dem heutigen Bescheid des Finanzamtes Waldshut-Tiengen (AZ 20001/65164) sind wir vorläufig gemeinnützig anerkannt und Spenden an unsere Stiftung können steuermindernd geltend gemacht werden. Also Sie erhalten einen Teil Ihrer Spende (je nach persönlichem Steuersatz bis 42%) von Ihrem Finanzamt zurück!

Sollten Sie Interesse an einer grösseren Spende haben oder auch eine Zustiftung in unserem Vermögensstock beabsichtigen, nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Auch Patenschaften für unsere Tiere gelten als Spende.

Anerkennung

18. November 2011

Das Regierungspräsidium Freiburg unterzeichnet die Anerkennung unserer Stiftung als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts:

Unterzeichnung

26. October 2011

historisches Treffen in Stuttgart, die beiden Stifter Andreas Fendt und Andreas Mast unterzeichnen das Stiftungsgeschäft und die Satzung